Posaune

Zum Instrument

Als Material zum Bau der Posaune werden Messing, Neusilber und Silber verwendet- Die Töne werden mit den Lippen auf einem Kesselmundstück angeblasen. Das Mundstück steckt in einer „S“-förmigen Röhre, die beginnend mit einem beweglichen Zug in einem Schallstück mündet. Die Posaune (altfranzösisch „buisine“, mittelhochdeutsch „busine“) entstand im 15. Jahrhundert. Die Hochburg der Posaunenbaukunst war Nürnberg. Ihre äußere Form hat sich seither kaum verändert. Lediglich der Durchmesser des Schallstücks wurde, entsprechend der gewünschten Lautstärke, von ca. 14 auf bis zu 45 cm vergrößert. Da es schon von Anfang an möglich war, auf der Posaune alle Halbtöne zu spielen und ihr Klang sich gut mit dem der menschlichen Stimme mischt, wurde sie in der sakralen Musik oft zur Unterstützung der Chorstimmen eingesetzt. Bis Anfang des 17. Jahrhunderts spielte ein regelrechter Posaunenchor in Messen und Kantaten mit. Oft wurden die Posaunen im Opernorchester bei „heiligen, zauberhaften oder geistbeschwörenden“ Szenen eingesetzt. Ludwig van Beethoven verhalf der Posaune zu ihrem ersten Erscheinen im Sinfonieorchester (5. Sinfonie). Das erste bekannte Solostück für Posaune und Generalbass schrieb G.M.Cesare im Jahre 1584. In der Zeit der Romantik entstand ein großer Teil der heute bevorzugten Literatur. So muss ein Musiker noch heute das Konzert von F. David (1810-1873) vorspielen, um in ein Sinfonieorchester aufgenommen zu werden.

Anfangsalter und Voraussetzungen

Posaune kann jeder lernen. Eine vorausgehende musikalische Ausbildung auf einem anderen Instrument, z.B. Blockflöte, ist hilfreich, auch was die allgemeinmusikalischen Kenntnisse anlangt, aber nicht Voraussetzung. Das Anfangsalter sollte bei mindestens 9 Jahren liegen. Die wichtigste physiologische Voraussetzung ist die Ausbildung der zweiten Schneidezähne. Este Lieder können schon nach kurzer Zeit gespielt werden. Regelmäßiges Üben ist natürlich Voraussetzung zur musikalischen Entwicklung und damit zur rechten Freude am Instrument. Das regelmäßige Spiel ist natürlich auch notwendig, um einen stabilen Ansatz zu bekommen und nur der ermöglicht ein gutes Vorankommen auf dem Instrument.

Instrumente, Kosten und Pflege

Posaunen sind nicht teuer. Man darf aber auch nicht sparen, da der Zug aus leichtgängigem Material sein muss, um das erste Spiel nicht unnötig zu erschweren. Es empfiehlt sich, eine Posaune mit Quartventil anzuschaffen. Das Quartventil ermöglicht es auch kleineren Anfängern, schon alle Züge spielen zu können. Es ist die sechste Zugposition, aufgewickelt, am Schallstück des Instrumentes. Der Preis für eine gute Schülerposaune mit Quartventil liegt derzeit bei ca. 1300 €. Ohne Ventil ist sie etwa 400 € billiger. Instrumente für den „Profi“ kosten zwischen 1200 € und 5000 €. Für noch kleine Spieler/Schüler steht die Altposaune (ca. 1200 €) zur Verfügung, die um etwa ein Drittel kleiner ist als die große „Tenor-Posaune“. Die Pflege des Instruments beinhaltet im Wesentlichen das Sauber-halten/Reinigen und Gängighalten der beweglichen Teile. Der Lehrer gibt dazu die notwendigen Instruktionen. Ein ordentlicher Instrumentenkoffer oder ein „Gig-Bag“ schützt die Posaune auch beim Transport.

Und dann?

Die Posaune ist in jeder Art von Musik spielbar und vom Posaunenchor über das moderne Blasorchester (Musikverein) bis zur Jazz- und Big-Band in vielerlei Kombinationsformen wieder zu finden. Posaunisten sind überall willkommen und als Solisten wie als Ensemblespieler mit attraktiver Musikliteratur „gesegnet“.

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