Oboe

Zum Instrument

Die Oboe gehört zur Familie der Doppelrohrblatt-Instrumente, das bedeutet, dass beim Mundstück der Oboe zwei Lamellen aufeinander schwingen, nicht wie zum Beispiel bei der Klarinette oder den Saxophonen nur ein Blatt. Doppelrohrblatt-Instrumente gab es schon im alten Ägypten. Die älteste, bei Ausgrabungen in Mesopotamien entdeckte Doppeloboe stammt aus der Zeit von ca. 2800 vor Christus. Über Griechenland und Sizilien gelangte das Doppelrohrblatt nach Westeuropa, wo es im Mittelalter in verschiedenen Formen der Schalmei zu finden war. Im 17./18. Jh. Entwickelte sich daraus die äußere Form, die wir heute kennen, allerdings noch ohne Klappen (Barockoboe). Im 19.Jh. begann die Entwicklung des Klappenmechanismus, der uns heute eine relativ einfache Griffweise ermöglicht. Die Oboe d´amore und das Englisch Horn sind zwei weitere Vertreter der Oboenfamilie. Sie klingen eine Terz bzw. eine Quint tiefer als die Oboe und sind vor allem in der Barockmusik (z.B. in Bachs Weihnachtsoratorium) zu hören. Die Oboe ist ebenso als Soloinstrument wie auch als Orchesterinstrument in klassischer Musik eingesetzt. Wer also in erster Linie Pop- oder Jazzmusik machen möchte, sollte dies bei der Wahl des Instruments berücksichtigen.

Anfangsalter und Voraussetzungen

Oboeblasen ist kein „Kinderspiel“. Kinder unter 10 Jahren sollten deshalb noch etwas warten, bis sie sich den blastechnischen Anforderungen stellen können. Allerdings hat es auch schon Kinder gegeben, die das Instrument schon im Alter von 8 Jahren mit schönem Erfolg begonnen haben. In solchen Fällen bestand jedoch der dringende Wunsch des Kindes, eben dieses Instrument zu erlernen und die physiologischen Voraussetzungen dafür waren gegeben. Eine Beratung durch den Lehrer ist in jedem Fall wichtig für den Anfang auf diesem Instrument. Wer schon Blockflöte spielen kann, hat sowohl durch den Umgang mit einem Blasinstrument, als auch durch die ähnliche Griffweise Vorteile. Die Kenntnis des Blockflötenspiels ist jedoch keine Grundbedingung. Regelmäßiges Üben ist natürlich Voraussetzung zur musikalischen Entwicklung und damit zur rechten Freude am Instrument.

Instrumente, Kosten und Pflege

Die Anschaffung einer Oboe ist leider nicht ganz billig, was mit der besonderen, aufwendigeren Bauweise und der Qualität des Holzes zusammenhängt. Für ein neues Schülerinstrument muss man mit ca. 2500 €, für ein gebrauchtes mit 1800 € bis 2000 € rechnen. Die Musikschule bietet jedoch die Möglichkeit, je nach Verfügbarkeit, ein Instrument bis zu mindestens einem Jahr zu leihen. Auf Dauer ist jedoch unbedingt der kauf eines eignen Instruments angeraten. Der sorgsame Umgang mit dem Instrument ist oberste Spielerpflicht, ist doch der Klappenmechanismus ein kompliziertes und handwerklich hochqualifiziertes „Lebewesen“. Die Reinigung des Instruments gehört ebenso zur Pflege wie die sorgsame Lagerung und der vorsichtige Transport. Reparaturen sollten nur von einem Fachmann vorgenommen werden. Auch hier, wie beim kauf eines Instruments, ist der Rat bzw. die Vermittlung des Lehrers angezeigt.

Und dann ?

Wer auf dem Instrument fortgeschritten ist, hat die Möglichkeit, in entsprechenden Kammermusikgruppen oder Spielkreisen mitzuspielen oder bei kleinen und großen Konzerten in verschiedenen Besetzungen mit der Oboe mitzuwirken. Auch solistische Auftritte mit Orchester sind möglich. In vielen Orchestern und Ensembles sind die Oboisten wegen des besonders schönen Klanges ihres Instruments begehrte Spieler. Vor allem im klassischen Konzertbereich ist die Oboe zu Hause, jedoch haben die Oboen auch in der modernen, konzertanten Blasmusik (in vielen Musikvereinen) einen festen Platz und ein reiches Einsatzfeld.

Unsere Lehrkräfte

Hasenzahl Martina

Oboe

Ensemble